Erläuterung zum Staub- und Kratzerkorrekturverfahren ICE:

Um Bildstörungen zu vermeiden, die durch Staubablagerungen und Kratzer auf Ihren Vorlagen beim Scannen sichtbar werden,
stehen uns durch unsere NIKON-Filmscanner und unsere "SilverFast"-Scansoftware zwei Staub- und Kratzerkorrekturverfahren
zur Verfügung: ICE und SDR.

ICE (Image Correction & Enhancement) ist ein Verfahren, welches Hard- und Software gemeinsam ausführen.
Filmscanner mit ICE-Technik verfügen über eine zusätzliche Infrarot-Lichtquelle, die den eingelegten Film auf Unebenheiten sowie
Fremdkörper abtastet. Der Infrarot-Strahl ermittelt so, wo sich auf dem Film eine Erhöhung (Staubkorn) befindet und wo eine Rille
(Kratzer) vorhanden ist. Aus den ermittelten Positionsdaten kann die ICE-Software anhand der umliegenden Pixel eine
automatische, hardwarebasierte Staub- und Kratzerkorrektur durchführen.

Das ICE-Verfahren ist sehr effektiv und funktioniert einwandfrei, es ist inzwischen ein Quasi-Standard bei hochwertigen
Filmscannern. Dagegen können Filmscanner, welche nicht über die ICE-Technik verfügen, nicht mit dieser nachgerüstet werden.

Das ICE-Verfahren funktioniert nicht bei Filmmaterial, das auf Silberbasis aufgebaut ist, wie die meisten Schwarzweiß-Filme und
bei Kodak-Kodachrome-Diapositivfilmen.

SRD (Smart Removal of Defects) von "SilverFast" ist ein reiner Software-Algorithmus. Bei diesem Verfahren müssen die Bildstellen,
auf welche die Staub- und Kratzerekorrektur angewendet werden soll, selektiert werden. Desweiteren muss ein Stärkegrad der
Fehlererkennung eingestellt werden. Dann wird ein aufwendiger Rechenalgorithmus aktiviert, der die Flecken im Bild erkennt und
diese gemäß den Voreinstellungen retuschiert.

Dabei beruht SRD auf einem Bilderkennungsalgorithmus, der natürlich nicht unterscheiden kann, ob ein kleiner Punkt in dem Bild
ein Vogel (gewünschter Bildinhalt) oder ein Staubkorn (Bildfehler) ist. Das ICE-Verfahren jedoch kann diesen Unterschied sehr wohl
erkennen, da ein Vogel einigen Bildpunkten entspricht, ein Staubkorn dagegen eine leichte Erhöhung im Filmmaterial hervorruft.

Da etwa 95% aller Bildfehler auf Staub und Kratzer zurückzuführen sind, gehört die Anwendung des ICE-Verfahrens bei uns zum
Standardservice und ist in den Preisen enthalten. Bildfehler, welche "unbeabsichtigt" mit photographiert wurden, beispielsweise
Haare auf der Linse, können hervorragend mit derm SRD-Verfahren entfernt werden. Dieses Verfahren wird in der Sonderleistung
"Bild mit Photobearbeitungssoftware nachbearbeiten", welche Sie optional beauftragen können, standardmäßig ausgeführt.
Das SRD-Korrekturverfahren kann aber auch statt des ICE-Verfahrens kostenlos beim Scanservice angewandt werden, allerdings
können nicht beide Korrekturverfahren gleichzeitig während eines Scanvorgangs ausgeführt werden.

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